"Ruhm oder Leben?"

Der Druck der Öffentlichkeit – schon wir spüren ihn als Einzelner oder in der Gruppe. Die Erwartungen der Eltern oder Freunde an beispielsweise Schulerfolge oder unser Auftreten können manchmal erdrückend sein. Wie fühlen sich dann erst Prominente, denen nicht nur Freunde, Bekannten und Eltern auf die Finger schauen, sondern Millionen von Menschen auf der ganzen Welt? Genau dieses Problem haben wir in unserer Arbeit thematisiert. Dazu inspiriert haben uns die vielen Medien, mit denen im Museum gearbeitet worden ist.
Außerdem hat uns das Bild „Grau“ von Gerhard Richter in seiner Einfachheit auf die Idee gebracht, etwas Ähnliches in unserem Kunstwerk zu erarbeiten. So entstand die Konzeption zur riesigen Wand. Hier ist die Grundfarbe auch Grau, aber ein Strudel zieht die davor stehende, in sich widersprüchliche, Figur in das Bild. Diese Plastik symbolisiert die Berühmtheiten vor den Kameras ? einerseits das bekannte „Hollywoodlächeln“ der Menschen, die gewollt oder ungewollt in der Öffentlichkeit stehen und andererseits ihre Labilität „hinter den Kulissen“. Im Strudel wird man immer und überall beobachtet, jedes Detail wird beleuchtet. Außerdem stellen die Spiegelteile wiederum das Zerbrechen des „Lebens“ dar.
 Die Figur versinnbildlicht einen Menschen, der im Rampenlicht steht. Deshalb ist ein Spot an den Füßen angebracht. Die Gestalt besitzt einen sich spaltenden Körper, der den Konflikt zwischen Privatsphäre und Öffentlichkeit, Fluchtwillen und Darstellungssucht andeutet. Der glänzende Chromlack unterstreicht den Glamour-Effekt, das Podest symbolisiert die „Bretter der Welt“.
Um den öffentlichen Druck darzustellen, sind zehn typisierte Masken in einer runden und bedrängenden Formation um die Wand und die Figur angeordnet. Unterstützt wird diese Komposition durch den Sound und die an der Figur angebrachten Stroboskope.
Die eingespielten Geräusche der CD sind selbst zusammengestellt und bearbeitet. Mit der Geräuschkulisse wird der Medienrummel dargestellt, welcher nicht nur durch die Presse, sondern auch durch die Fans und Anhänger verursacht wird.
Entsprechend unseres Themas entschieden wir uns für eine besondere Form der Öffentlichkeitsarbeit. Der gesamte Herstellungsprozess wurde von einem eigens dazu delegiertem Öffentlichkeits-Team begleitet, dokumentiert und schließlich im Internet veröffentlicht.

Duisburg Episode II
Angriff der Schüler des Gymnasiums Seelow

Kunstkurs 12 des Gymnasium auf den Seelower Höhen macht Duisburg unsicher
Seelower Schüler auf Entdeckungstour im Rahmen des Wettbewerbs "Jugend interpretiert Kunst"

Anfang 12. Klasse
da kam Herr Miethe zu uns mit einem Angebot, ob wir nicht an einem Projekt teilnehmen wollen. Wir waren erstmal überrascht, dass WIR an einem Projekt teilnehmen dürfen und mit anderen Schulen in ganz Deutschland konkurrieren können. Natürlich haben wir ja gesagt, dass war für uns kein Thema, jeder war damit einverstanden. Somit nahm die Reise ihren Lauf. Die Reise begann am 07.04 und endete am 08.04. Sie startete am Bahnhof Gusow und dann volle Fahrt voraus Richtung Duisburg!
Montagnachmittag angekommen und keiner wusste wohin doch da war Herr Miethe, er wusste genau wo es lang ging und führte die Herde bis zum Hotel. Als wir ankamen hieß es, noch die letzten Stunden genießen, also Erkundung von Duisburg. Dienstag früh erstmal schön in Ruhe Frühstück essen, aber das Beste war, dass es kostenlos war! Und anschließend ab ins Küppersmühle Museum. Dort wartete schon unsere Führerin Sabine Falkenbach, um uns im Museum herumzuführen. Drei Stockwerke voller Kunst, erstaunlich, anstrengend, aber sehr interessant zu schauen, was sich die Künstler für Ideen gemacht haben und wie sie dies umgesetzt hatten. Das bedeutete für die einen: Oh mein Gott !, für die anderen war dies das reinste Vergnügen. Besonders für uns Jungs war es eine anstrengende Sache!
Dadurch hatten wir kleine Anregungen für unser Projekt und konnten uns ein Bild machen, was wir machen wollen. Nach der Führung hatten wir endlich Pause und Gelegenheit etwas zu Essen. Doch dafür war auch gesorgt. In dem Museum befand sich sogar ein Restaurant, wo wir herzlich verpflegt wurden mit einem Essen und dazu noch nach Wahl das passende Getränk. Und dann hieß es auch schon wieder nach Hause und am nächsten Tag wieder in die Schule. In der Schule saßen wir erstmal alle in einem Kreis und brachten unsere Ideen zusammen. Das was das schwierigste am ganzen Projekt. Keiner war sich einig, was für ein Thema wir uns nehmen sollen. Ständig hatte einer was zu meckern. Doch schließlich haben wir uns für ein Thema entschieden. Es waren die Medien!!! Nun konnte die Arbeit losgehen, alle waren fleißig dabei und es wird geklebt, gemalt, gebastelt und geschminkt. Langsam, aber sicher nahmen die Projekte gestalt an und es entstanden wahre Kunstwerke.

Mit freundlichen Grüßen von den Schülern.
Remo Bergemann,
Sebastian Konkowski,
Dea Hanf,
Anne Balke,
Patrick Eisermann,
Eileen Paul,
Nadja Steinke,
Sebastian Reiche,
 Annemarie Schneider,
Stefanie Gryzik,
Marina Ruschkow,
Friderike Schnitter,
Vicky Vogt,
Christine Reß,
Karl-Friedrich Prager,
Stefanie Schmidt,
Luisa Seiler